Mittwoch, 15.08.2018 03:35 Uhr

Berlin und die Flughäfen

Verantwortlicher Autor: berlingpress Berlin, 02.08.2018, 11:36 Uhr
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Berlin [ENA] Die Flughäfen Berlin-Schönefeld und Berlin-Tegel gehören zu den pünktlichsten in Europa. Und trotzdem sollen diese Flughäfen voraussichtlich im Jahr 2020, nach Fertigstellung des BER, geschlossen werden. Da stellt sich doch die Frage, warum dies so sein muss. Gerade wo die Flughäfen so gut abschneiden und funktionieren kann man sich doch überlegen diese offen zu halten. Sonst hat Berlin auf Hoheitsgebiet keinen mehr.

Da funktionieren zwei Flughäfen wirklich gut und werden dann einfach so geschlossen. Da hat man sich mal wieder keine Gedanken drüber gemacht, zumal der BER nun auch schon seit Jahren zu klein ist. Und dieses Problem ist ja nun nicht erst seit gestern bekannt. Verspätet gilt ein Flug, wenn er mehr als 15 Minuten später als geplant startet oder landet. In Tegel sind derzeit 77% und in Schönefeld 75% aller Flüge pünktlich. Das sind im nationalen und internationalen Vergleich Spitzenwerte. Natürlich steigt die Zahl der Verspätungen jedes Jahr zu Beginn und Ende der Sommerferien an, aber die Flughafenbetreiber tun alles, um dem entgegen zu wirken.

So wurden in den letzten Jahren rund 11 Millionen Euro in die Hand genommen, um zum Beispiel im Terminal D die Sicherheitskontrolle auszubauen. Dies soll zum 20.August fertig gestellt sein. Klar, pünktlich zum Ende der Schulferien sagen jetzt viele, aber durch die Pannen beim BER wird es noch mindestens zweimal Sommerferien am Flughafen Tegel geben. Im internationalen Vergleich liegen die beiden Flughäfen vor Amsterdam, London, München und Frankfurt auf Spitzenplätzen. Auf der anderen Seite, bringt dies aber auch Schattenseiten mit sich, welche zum Teil auch durch das Wetter beeinflusst sind. So müssen die Passagiere im Moment länger auf ihre Koffer warten, weil bei 60 Grad auf dem Rollfeld, keine 100% Arbeitsleistung abgerufen werden kann.

So werden in einer normalen 8-Stundenschicht über 18000 Gepäckstücke mit einem Gewicht von rund 218 Tonnen bewegt. Dies kann man bei dieser Hitze nicht bewältigen. Dafür sollte auch jeder Verständnis haben. Die meisten Passagiere sind mit der Abfertigung aber zufrieden. Natürlich gibt es immer wieder mal Probleme und Verspätungen, die aber meist durch Streiks oder andere Dinge geschehen. Was im Moment eines der grössten Probleme ist, ist der Transport der Gäste zum und vom Flughafen. So mussten die Passagiere unter der Woche über 20 Minuten auf den Flughafenbus warten, weil dieser im Stau gestanden hat. Das widerrum liegt aber nicht im Ermessen der Flughafenbetreiber.

Die sind für den ordnungsgemäßen und reibungslosen Ablauf im Flughafen verantwortlich. Und diese Aufgabe machen sie nicht schlecht. Da stellt sich dann die Frage, warum braucht man den Pannen-BER? Zumal dieser seit über 2200 Tagen überfällig in der Eröffnung ist und wohl auch erst in über 880 tagen eröffnet wird. Vielleicht eröffnet sollte man besser sagen. Wer weiß schon in wie weit sich die Fertigstellung weiter verzögert.

Der Steuerzahler pumpt ja jeden Tag mehr als eine Million Euro in den Flughafen, damit bereits bestehende Leitungen nicht einrosten oder die Luft im Gebäude zirkulieren kann. Zum BER gibt es gerade ein aktuelles Gerichtsurteil zum Nachtflugverbot. In der Kernzeit von 00:00 Uhr bis 05:00 Uhr herrscht Flugverbot. Jedoch jeweils eine halbe Stunde vorher und nachher, darf definitiv noch geflogen werden.

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