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Bundesministerin Svenja Schulze mit 5-Punkte-Plan

Verantwortlicher Autor: Ulrich Behrens Berlin, 29.11.2018, 19:47 Uhr
Nachricht/Bericht: +++ Politik +++ Bericht 3461x gelesen
Zukunftsforum für eine nachhaltige Kunststoffindustrie
Zukunftsforum für eine nachhaltige Kunststoffindustrie  Bild: igbce.de

Berlin [ENA] Die Bundesministerin für Umwelt hatte einen 5-Punkte-Plan für weniger Plastik und mehr Recycling vorgestellt. Doch der Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie (GKV) tritt diesem Vorhaben teilweise skeptisch entgegen. "Grundsätzlich begrüßen wir Aktivitäten,

...die auf eine Vermeidung von Kunststoffabfällen gerichtet sind. Der 5-Punkte-Plan beinhaltet geeignete und weniger geeignete Maßnahmen", so der Haupt- Geschäftsführer des Gesamtverbandes Kunststoffverarbeitende Industrie, Dr. Oliver Möllenstädt. Eine Stärkung der Nachfrage nach Kunststoffrezyklaten und einen Verzicht auf Overpackaging, beispielsweise für Obst- und Gemüse begrüßen die Kunststoffverarbeiter.

Stärkung der Nachfrage nach Kunststoffrezyklaten

"Verbote einzelner Einwegartikel oder eine Kennzeichnungspflicht für Einweg- oder Mehrwegprodukte aus Kunststoff sieht die Kunststoffverarbeitende Industrie kritisch", so äußerte Dr. Oliver Möllenstädt seine Einwände im Namen der GKV und ergänzte: "Es besteht das Risiko, dass Verbraucherinnen und Verbrauchern ökologische Vorteile suggeriert werden, wo diese möglicherweise nicht vorhanden sind."

Wichtig - ökologische Vorteilhaftigkeit

Mehrwegverpackungen sind nicht per se gegenüber Einwegverpackungen ökologisch vorteilhaft. Genauso wenig wie die Kunststoff-Tragetaschen gegenüber der Papiertragetasche in jedem Fall ökologisch nachteilig sei - so auch weitere Überlegungen des Hauptgeschäftsführers Möllenstädt. Die gleichzeitig gestartete Kampagne des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit mit dem Titel "Nein zur Wegwerfgesellschaft" kritisiert die Kunststoff verarbeitende Industrie.

Verantwortungsvoller Umgang mit Kunststoffen

"Das Bundesministerium macht vor allem Reklame für Vorhaben und Maßnahmen mit fragwürdigem Nutzen. Eine Kampagne mit dem Ziel der Information von Verbraucherinnen und Verbrauchern über einen verantwortungsvollen Umgang mit Kunststoffen wäre der Thematik angemessener", so Möllenstädt. Der GKV ist die Spitzenorganisation der Deutschen Kunststoff- arbeitenden Industrie. Als Dachverband bündelt und vertritt er die gemeinsamen Interessen seiner Trägerverbände. Er agiert dabei als Sprachrohr gegenüber Politik und Öffentlichkeit.

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