Mittwoch, 19.12.2018 06:12 Uhr

Systemwiderstände?

Verantwortlicher Autor: Gerhard-Egon Schultz München, 09.12.2018, 17:44 Uhr
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München [ENA] Die Natur ist die einzige Daseinsform im Realgefüge des Menschen, die das einzelne Individuum, weder das tierische noch das menschliche, nicht benötigt. Erst in der Kultur und noch mehr in der Zivilisation eines arbeitsteiligen, hierarchisch determinierten Systems erhält der einzelne Mensch eine zeitlich-gebundene Daseinsberechtigung über die ihm zugewiesene Funktion im Rahmen einer ordoökonomischen Reklementierung.

Durch die ideologisch unterfütterte Wettbewerbspraxis des Kapitalistischen Wirtschaftssystems ist der einzelne Mensch auch in seinem Sozialverhalten in ein standes - und milleu bedingtes, vorgegebenes Reaktionsmuster gezwenkt, wird als ökonomisch kanalisiertes funktional beliebig austauschbar und bleibt infantil im Sinne kindlicher Unterentwickeltheit. Dies geschieht durch strukturelle Entmündigung des einzelnen. Fixiert auf ein geschliffene Zwangsläufigkeiten gerät der so verbildete Lohnsklave in schwere Identitätskriesen wenn er der Normalität, der Normiertheit eines vorgezeichneten Lebensverlaufes durch den Verlust des Erwerbsarbeitsplatzes ansichtig wird und ihm durch den Wegfall der Alltagssicherheit bewusst wird.

Durch Jahrzehnte lange, missbräuchliche Fremdbelastung der Rentenkassen, auch durch den veränderten demografischen Faktor bedingt ist die Stabilität des Rentensystems ins Wanken geraten. Zumal Angehörige der oberen Mittelschicht und Oberschicht frühzeitig jede Gelegenheit nutzen, ihren eigenen Ausstieg mit oft erheblicher finanzieller Überversorgung in die Wege leiten, von den sogenannten staatstragenden Beamten gar nicht zu reden.

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