Dienstag, 18.12.2018 22:04 Uhr

Kuwait Airways siegt auch in zweiter Instanz

Verantwortlicher Autor: Lars Kitschke Frankfurt, 26.09.2018, 17:11 Uhr
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Boeing 777 Kuwait Airways
Boeing 777 Kuwait Airways  Bild: Lars Kitschke

Frankfurt [ENA] Auch in zweiter Instanz siegte die Kuwait Airways im Rechtsstreit mit einem isralischen Bürger, dem man die Beförderung verweigert hatte. Nun betsätigte das Oberlandesgericht Frankfurt, dass sich die Airline an geltendes deutsches Recht gehalten habe.

Nach dem ersten Urteil vor rund einem Jahr ging ein Aufschrei durch die Republik und so mancher Politiker sah sich genötigt ein Kommentar zu dem Fall abzugeben. So ermutigt zog ein israelischer Staatsbürger in die zweite Instanz und unterlag nun auch vor dem OLG Frankfurt mit seiner Forderung nach Schadensersatz auf Grund nicht erfolgter Beförderung. Er hatte über ein Onlineportal einen Flug mit Kuwait Airways von Frankfurt nach Bangkok gebucht. Ob er zu diesem Zeitpunkt bereits wusste, dass er als Israeli in Kuwait weder einreisen noch durchreisen durfte ist nicht bekannt. Fest steht jedoch, dass die Airline als sie von der Nationalität des Passagiers erfuhr diesen kontaktierte und das Ticket stornierte.

Ihm wurde der gesamte Ticketpreis erstattet, bzw. die Möglichkeit gegeben ohne Mehrkosten einen Direktflug zu nehmen. Dieses lehnte er jedoch ab. Der Fluggast war vor der aktuellen Klage auch bereits in einem Eilverfahren in zwei Instanzen unterlegen. Vor Gericht hatte sich Kuwait Airways in beiden Verhandlungen bemüht, den Sachverhalt zu objektivieren, und darauf verwiesen, dass man sich als Wirtschaftsunternehmen an deutsches Recht, an internationale Vereinbarungen und an die kuwaitischen Gesetze halten müsse. Das Unternehmen habe in dieser Sache keinen Handlungsspielraum. Jeder Passagier sei für die nötigen Reisedokumente selbst verantwortlich.

Abschließend bleibt noch die Frage ob es sich um eine politische Hetzkampagne handelt? Aus Sicht der Airline wird Dies deutlich. "Es ist richtig, dass diese von wem auch immer initiierte und offensichtlich politisch motivierte Kampagne gegen unser Unternehmen im Sande verlaufen ist." so ein Unternehmenssprecher. Vor einem Jahr hatten mehrere große Medien und auch deutsche Politiker ein Boykott und Sanktionen gegen Kuwait Airways gefordert, ohne offensichtlich die Urteilsbegründung genau gelesen zu haben. Nun zeigt dieser Fall die Unabhängigkeit der deutschen Gerichte, auch wenn das Urteil wieder nicht jedem gefallen wird.

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