Samstag, 15.12.2018 19:05 Uhr

Auf nach England

Verantwortlicher Autor: Herbert Reis Aachen, 20.07.2018, 12:45 Uhr
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Aachen [ENA] Wie die Aachener Bundespolizei bestätigte, hätten in der Nacht zu Freitag auf dem Genzübergang Lichtenbusch bei Aachen drei Männer aus Eritrea den Versuch unternommen, auf die geschlossene Ladefläche eines Lkw zu gelangen. Dies sei bereits das zweite Mal diese Woche, dass mehrere Flüchtlinge an der A44 versucht haben, in einen geparkten Lkw einzubrechen und so nach England zu kommen.

Wie die Aachener Bundespolizei auf Anfrage bestätigte, hätten in der Nacht zu Freitag drei Männer aus Eritrea den Versuch unternommen, am Rastplatz Lichtenbusch am deutsch-belgischen Grenzübergang auf die abgeschlossene Ladefläche eines Lkw zu gelangen. Da die Männer die Tür jedoch nicht aufbekamen, seien sie geflohen. Zeugen, die das Geschehen beobachtet hatten, verständigten gegen 3 Uhr morgens die Polizei, die wiederum die Bundespolizei informierte. Mit Hilfe eines Hubschraubers und einer Wärmebildkamera gelang es den Bundespolizisten, die drei Männer aufzuspüren, die sich nicht weit vom Rastplatz entfernt versteckt hielten. Sie sind 18, 39 und 43 Jahre alt, zwei von ihnen seien polizeibekannt, wie die Bundespolizei mitteilte.

Sie hätten offenbar versucht, nach England zu gelangen. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch war es zu einem ähnlichen Vorfall gekommen, als sechs Flüchtlinge in einen rumänischen Lkw einbrachen, um sich auf der Ladefläche zu verstecken. Auch diese Männer, von denen vier aus Eritrea stammen, sind nach Auskunft der Bundespolizei auf dem Weg nach England gewesen. Als der Lkw aber nicht losfuhr und die Männer die Tür von innen nicht mehr geöffnet bekamen, machten sie durch Klopfen auf sich aufmerksam. Die Bundespolizei befreite sie am Mittwochmorgen gegen 7 Uhr schließlich aus dem Lkw. Fünf der Männer wurden dem Ausländeramt zur Ausweisung übergeben, sie hatten keinen Asylantrag gestellt.

Der sechste Mann, ein Äthiopier, sei aufgefordert worden, sich in seine Unterkunft zu begeben, weil sein Asylverfahren in Deutschland noch läuft. Die drei am Freitagmorgen gefassten Männer stellten in der Dienststelle der Aachener Bundespolizei einen Asylantrag. Ob einer der Männer bereits am Mittwoch unter denen war, die in den Lkw eingebrochen waren, war am Freitag zunächst offen. Die Bundespolizei geht im Moment davon aus, dass es einen Zusammenhang beider Vorfälle gibt. Die Fahndung nach potenziellen Hintermännern der Schleusungsversuche läuft, teilte die Bundespolizei mit.

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