Freitag, 19.10.2018 17:39 Uhr

Kirche in Not

Verantwortlicher Autor: Schura Euller Cook Wien, 30.07.2018, 22:07 Uhr
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Wien [ENA] "Kirche in Not", ein internationales katholisches Hilfswerk päpstlichen Rechts, hat in Wien eine Pressekonferenz abgehalten um auf die prekäre Lage der Christen in Pakistan aufmerksam zu machen. Eine Publikation von Eva-Maria Kolmann zeigt sehr eindrucksvoll die Missionsarbeit christlicher Kirchen in einem islamisch geprägten Land. Missionsarbeit war immer sehr rätselhaft und weit weg für mich.

Ich bin in Österreich aufgewachsen und habe noch in der Schule gelernt, dass wir 98 Prozent Katholiken sind. Diese Tatsache habe ich als selbstverständlich angesehen. In der Zwischenzeit hat sich vieles geändert. Nach einer Studie der Akademie der Wissenschaft wird der Anteil der Katholiken in Österreich in der Zukunft auf unter 50 Prozent fallen, Konfessionslose auf ungefähr 28 Prozent und Muslime auf 21 Prozent. In Wien sind schon heute nur 35 Prozent Katholiken, 30 Prozent Konfessionslose und bei starker Migration können Muslime bald die größte Religionsgemeinschaft in Wien werden. Religion wird also langsam auch in Österreich zum Zündstoff, umso wichtiger ist es die enormen Konflikte zwischen Religionen zu verstehen.

Tatsache ist, dass Religionen nicht wirklich tolerant sind. Wir brauchen nur das Alte Testament betrachten, dass den Abfall vom Eingottglauben mit Tod und Verderben bedroht. Kirchen müssen mit diesem Konflikt leben lernen. Manche tun sich schwerer und manche leichter. Besonders traditionelle Gesellschaften sehen in ihren eigenen Grundwerten die einzige Möglichkeit ihre Würde in Zeiten der Globalisierung zu verteidigen. Das Leben der 2,2 Prozent Christen in Pakistan ist gefährlich. Mit Drohungen und Morden muss jederzeit gerechnet werden. Trotzdem kann auch für junge Pakistani katholischer Priester ein Traumberuf sein, auch wenn er immer wieder hört, "Wenn du die Messe feierst, jagen wir dich in die Luft."

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